
Gedichte
Und dann kommt sie wieder
Ein Ton, ein Geruch, eine Erinnerung –
sie alle tragen sie in sich.
Gedanken, Träume, Hoffnungen
füllen sie und leeren mich.
Schwert, Wort und Feder
besiegen sie nicht.
Helles Licht, dunkle Nacht –
sie vereint sie in sich.
Freund oder Feind,
beides kann sie sein.
Quell oder Abgrund –
beides ist mit ihr gemeint.
Ihren Namen
kennst du nicht?
Traurigkeit nennt man sie,
falls man jemals über sie spricht.
An manchen Tagen
An manchen Tagen ist das Herz so schwer,
manchmal füllt die Trauer ein ganzes Meer.
Manchmal fällt das Atmen schwer,
an manchen Tagen sogar sehr.
Manchmal winkst du mir zurück,
und an manchen Tagen fühle ich das Glück.
An manchen Tagen passiert dann einfach nichts,
manchmal sehe ich kein Licht.
An manchen Tagen werde ich verrückt,
und manchmal hat mich das sogar entzückt.
Manchmal ist es wie lebendig zu sterben,
und an manchen Tagen hinterlässt das tiefe Kerben.
Manchmal ist es eben einfach so,
und an manchen Tagen bin ich darüber auch sehr froh,
denn an manchen Tagen muss es wohl so sein,
aber manchmal da fühlt man sich eben nur allein.
© Trias Inch Aschezelt